Sammelaktion - Holzige Gartenabfälle

Es ist eine neue, klare und unmissverständliche Regel: Das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen innerhalb geschlossener Ortschaft ist nicht mehr zulässig! So steht es in der aktuellen, durch die Bayerische Staatsregierung erlassenen „Bayerischen Luftreinhalteverordnung“. Die Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Haßberge haben darauf reagiert und die entsprechenden Verordnungen aufgehoben.

 

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Haßberge reagiert auf diese Änderung mit einer umfassenden Sammelaktion. „Unser Ziel ist es“, so Werkleiter Wilfried Neubauer, „landkreisweit gegen Ende der Hauptschneidezeit von Sträuchern und Bäumen an einem Aktionstag, dem 25. März, von 8 Uhr bis 13 Uhr flächendeckende Entsorgungsmöglichkeiten für holzige Gartenabfälle anzubieten, die es dem Bürger ermöglichen, ohne Kostenbelastung und ohne Mengenbegrenzung das Schnittgut in zumutbarer Entfernung entsorgen zu können“. Gleichzeitig soll es ein Versuch sein, inwieweit sich diese Art der Erfassung holziger Gartenabfälle im Rahmen von Aktionstagen im Frühjahr und im Herbst eignet und bewährt.

Dieses selbstgesteckte Ziel ist nicht ohne Weiteres zu erreichen: die meisten Wertstoffhöfe sind auf den zu erwarteten Ansturm nicht ausgelegt, scheiden also als Standort für die Sammelaktion aus. Und die bestehenden Annahmeplätze für größere Mengen an Grüngut decken den Landkreis, insbesondere im südlichen Bereich, nicht ausreichend ab. Sowohl in den Gemeinden Ebelsbach, Oberaurach und Rauhenebrach, als auch in der Stadt Eltmann werden daher eigens für diesen Tag Annahmeplätze eingerichtet, die ausschließlich in der vorgegebenen Annahmezeit von 8 Uhr bis 13 Uhr geöffnet sein werden. Danach ist dort eine Anlieferung nicht mehr möglich, da das Schnittgut umgehend gehäckselt und abtransportiert wird.

Selbstverständlich gibt es im Rahmen der Sammelaktion Vorgaben: Die Herkunft der holzigen Gartenabfälle beschränkt sich auf Gärten von Privathaushalten. Gewerbekunden und landwirtschaftliche Betriebe können nicht bedient werden. Und es darf weder Blattgrün noch Rasenschnitt oder Wurzelwerk angeliefert werden.

Auch die Gemeinden, die selbst die Zuständigkeit für die Grüngutentsorgung haben, beteiligen sich an dem Aktionstag.

Die Annahmeplätze in einer Übersicht:

Gemeinde Standort
Aidhausen Gehölzschnittdeponie der Gemeinde
Burgpreppach Grüngutannahmestelle zwischen Fitzendorf und Burgpreppach
Ebern Ruppach, landwirtschaftlicher Betrieb Harald Krell, Lindenhof
Ebelsbach Ebelsbach, Bahnhofstraße 16
Eltmann Eltmann, am Wertstoffhof Bamberger Straße 23
Hofheim i. UFr. Ostheim, Grüngutannahmestelle ehemalige Erdaushubdeponie
Königsberg Königsberg, Wertstoffhof Hellinger Straße 8
Maroldsweisach Allertshausen, landwirtschaftlicher Betrieb Gerhard Schmidt
Wonfurt Kreisabfallzentrum an der Staatsstraße 2275 Hs. Nr. 1
Oberaurach Unterschleichach, Parkplatz an der Radsporthalle
Pfarrweisach Junkersdorf, landwirtschaftlicher Betrieb Gerd Müller, Hauptstraße 25
Rauhenebrach Untersteinbach, neben dem Wertstoffhof
Sand a. Main Grünschnittsammelstelle neben Wertstoffhof „obere Länge“
Stettfeld Annahmestelle Betonstraße
Untermerzbach Kompostplatz Untermerzbach
Zeil a. Main Grünschnittdeponie „am Lichtlein“ (nur aus dem Gemeindegebiet von 10:00 bis 14:00 Uhr)

Abfallberater Wolfgang Aull nennt weitere Entsorgungsmöglichkeiten: Als umweltfreundlichste Alternative kann sicherlich die Kompostierung der Ast- und Zweigabschnitte im eigenen Hausgarten gewertet werden. In diesem Falle erhält der Boden alle Nährstoffe, die der Baum dem Boden entzogen hat, auf natürliche Art und Weise wieder zurück, es handelt sich also um einen geschlossenen Naturkreislauf. Doch stößt diese Variante schnell an ihre Grenzen, denn es wird viel Platz benötigt und man muss mit einer mehrjährigen Verrottungsdauer rechnen.

Schneller verläuft der Verrottungsprozess, wenn man die Ware schreddert. Ein weiterer Vorteil dieser Entsorgungsalternative liegt darin, dass sich das Volumen auf einen winzigen Bruchteil reduziert, die Lagerung und Handhabung also erheblich vereinfacht wird. Auch in diesem Falle gilt: Die Nährstoffe bleiben vor Ort, der Naturkreislauf bleibt ebenfalls geschlossen.

Das Kompost- und Erdenwerk Haßberge im Hainerter Wald und die Fa. Fösel Garten- und Landschaftsbau in Eltmann nehmen ganzjährig holzige Gartenabfälle entgegen, jedoch auf eigene Rechnung, in diesen Anlagen besteht keine kostenlose Abgabemöglichkeit von Kleinmengen, die Abgabe dort ist für jeden Anlieferer kostenpflichtig.