Stadtteil Weisbrunn

  • WeisbrunnWeisbrunn
Weisbrunn liegt etwa 5 km südöstlich von Eltmann in einem Talgrund des Steigerwaldes. Der Name bedeutet soviel wie "Ort am weißen Brunnen". Schon im Jahre 1275 schrieb man Wizbrunne, Anfang des 14. Jahrhunderts hieß es Witzenbrunnen, 1385 nannte man den Ort Weisbrunne, woraus später Weisbrunn wurde. Von der eigentlichen Entstehung des Ortes ist nichts bekannt, da aus den Jahren 860 bis 1300 keinerlei schriftliche Urkunden überliefert sind. Lediglich der Volksmund erzählt aus dieser Zeit von einem untergegangenen Ort Alt-Weisbrunn gegen Lembach zu. 

Die ersten urkundlichen Quellen zum Ortsnamen liefern die um 1303 beginnenden Lehnbücher, die nach den jeweiligen Bischöfen benannt sind. 
1317 bis 1322 sind als Besitzer Weisbrunns die Herren Apio und Coczo von Fuchs angegeben. Die Herren von Fuchs und Rotenhan lebten zu dieser Zeit als Ritter auf der Wallburg bei Eltmann. 
1518 waren 4 Höfe in Weisbrunn als zins- und zehntpflichtig an das Rittergeschlecht auf der Wallburg angegeben. 
1596 umfasste Weisbrunn 7 Herdstellen, ein Forsthaus derer von Fuchs und eine Schäferei. Die Bewohner des Ortes lebten vom Ackerbau und von der Waldarbeit oder arbeiteten auch schon auswärts.
Durch die Herren von Fuchs wurde Weisbrunn 1563 reformiert. Die damalige Füchsin verlangte bei 50 fl. Strafe, dass ihre Weisbrunner nach Gleisenau in die Kirche gehen sollten. Diese Situation änderte sich wieder, als Weisbrunn an Philipp Christian Echter verkauft wurde. 
Nach dem Ableben der Echter'schen Linie, mit dem Tode des Johann Philipp Echter von Mespelbrunn, kam Weisbrunn im Jahre 1666 als eröffnetes Lehen an das Amt Wallburg. 
Um 1800 lautete das offizielle Ortsverzeichnis des Oberamtes Eltmann: Eltmann, Stettfeld, Dippach, Schönbrunn, Ebelsbach, Limbach, Ober-, Unter- und Neuschleichach, Trossenfurt, Eschenbach, Schönbach, Weisbrunn, dazu einige Lehen in Tütschengereuth, Roßstadt, Bischberg, Viereth, Kemmem, Priesendorf, Kirchaich und Dankenfeld. 
Bis 1840 waren Dippach, Eschenbach und Weisbrunn ein Schulsprengel, danach erhielt Weisbrunn eine eigene Schule. 
Das alte Dorfkirchlein in der Ortsmitte stand seit 1877. Durch eine Spende der Posthalters-Familie Hörn aus Roßbrunn, in Höhe von 5142 Mark, war es der Gemeinde ermöglicht worden, dieses Kirchlein zu bauen. 
Bis 1931 wurden die Verstorbenen aus Weisbrunn in Eltmann beerdigt. Ein Jahr später 1932 wurde in Weisbrunn ein neuer Friedhof am östlichen Ortseingang angelegt. 
Die im Jahre 1908 erstellte Mariengrotte wurde 1953 zum Kriegerehrenmal erweitert. Die Einwohnerzahl des Stadtteiles Weisbrunn hat sich von 198 im Jahre 1960 bis heute auf 348 erhöht, die Wohngebäude verdoppelten sich in dieser Zeit.