Stadtteil Lembach

"Lenebach", eine karolingische Dorfgründung mit königsfreien Bauern um 800 n. Chr. zur Sicherung der damaligen Slawengrenze, war zunächst ein Weiler, dann ein Kettendorf nahe der alten Hochstraße. Infolge seiner Grenzlage, die bis in die heutige Zeit besteht, war der Ort immer wieder sich ändernden Herrschaftsverhältnissen ausgesetzt. 1385 wurde er dem Apel Fuchs von Eltmann zugesprochen. Als am 28. Juni 1584 der Fürstbischof Julius Echter von Würzburg für 4200 Gulden von Georg Christoph von Bischofsheim den Halbteil der Zent Hohenaich kaufte, zu dem auch Lembach gehörte, wurde es dem Amt Wallburg zugeteilt. Ende des 17. Jahrhunderts kam es dann zum Oberamt Zeil und die Zent wieder nach Hohenaich. Seit 1862 gehört es dem Bezirksamt Haßfurt, später Landratsamt und somit dem Regierungsbezirk Unterfranken an.

  • Gemeindehaus LembachGemeindehaus Lembach

1756 wurde durch die Stiftsherren Jörg und Heinrich Freiherren von und zu Werdenstein die Kirche neu erbaut, ausgestattet mit einem Rokokoaltar und einem Altarbild der schmerzhaften Mutter, das um 1580 gemalt wurde. Von 1756 - 1783 gehörte Lembach zur Pfarrei Trunstadt und kam dann als Filiale zur 1756 gegründeten Pfarrei Priesendorf, zu der es bis heute gehört. Die Kirche beherbergt auch ein Bischofsgrab. Am 18.09.1971 wurde der bislang wohl bekannteste Sohn und Ehrenbürger der Gemeinde Kilian Pflaum, Missionsbischof des apostolischen Vikariats von Nuflo de Chavez, Bolivien, in seiner Heimatpfarrei in Lembach bestattet.