Naturpark Steigerwald

Kulturland zwischen Wein und Bier

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Der Steigerwald liegt inmitten von Franken, dem Landstrich, von dem Goethe schon schrieb, dass hier der Süden beginne, der Himmel blauer sei und man einfach beschaulicher lebe. Dass dies heute noch so gilt, ist für den Kenner dieser Region nicht von der Hand zu weisen, und viele kommen ins Schwärmen, wenn sie von diesem Stück Natur inmitten des Herzens Frankens erzählen. In der Naturlandschaft zwischen Main und Aisch im Städteviereck Würzburg-Bamberg-Nürnberg-Rothenburg o.d.T. liegt dieses sanfte waldreiche Mittelgebirge "Steigerwald". Kaum ein Ort, ein sehenswertes Städtchen, das nicht geschichtlich erwähnenswert wäre! Die Steigerwaldhöhenstraße durchzieht den Steigerwald vom Main bis zur Aisch und schlängelt sich immer wieder durch die grüne Täler, über Bergkuppen mit tollen Panoramasichten und besucht viele Städtchen und Orte. Eines gibt es im Steigerwald nicht: Rummel, Massentourismus, Bettenburgen. Alles fügt sich hier ein in einen gesunden Kreislauf zum Wohle der Menschen und der Natur in diesem Naturpark mit 1280 qkm.

Orte, Regionen, Kulturobjekte

Ebrach, die Perle im nördlichen Steigerwald, beeindruckt mit seiner 800- jährigen Zisterziensergeschichte. Die gewaltige Klosteranlage mit Schloss, imposantem Treppenaufgang und Kaisersaal begeistert alle Besucher. Die Ebracher Musiktage bereichern das kulturelle Angebot. Die Gegend scheint es den Zisterziensern angetan zu haben.

Im Knetzgauer Gemeindeteil Oberschwappach entstand unter Baumeister Joseph Greising ein Barockschloss, in dem heute u. a. ein Museum mit Objekten aus den Kunstsammlungen der Diözese Würzburg ("Vom Geist des Barock") untergebracht ist.

Auch Sugenheim im Süden weist eine alte Wasserschlossanlage aus dem 14. Jahrhundert auf, beherbergt ein Spielzeug- und ein Schlossmuseum. Und in Scheinfeld trägt die nach einem Brand 1607 im Renaissancestil wieder auf- und zum Schloss umgebaute mittelalterliche Höhenburg Schwarzenberg einen berühmten Namen: Sie war Stammschloss der Fürsten zu Schwarzenberg, ein Geschlecht, das in Böhmen wie in Österreich eine wichtige Rolle gespielt hat: Palais Schwarzenberg in Wien lässt grüßen.

Die eindeutige "Perle" aller Schlösser im Steigerwald ist aber Schloss "Weißenstein" in Pommersfelden. Lothar Franz von Schönborn, Fürstbischof von Bamberg und Mainz, Kurfürst und Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, hatte es 1711-1718 als Sommersitz und Jagdresidenz errichten lassen. Hauptsächlich ist das prächtige Schloss ein Werk des Wiener Stararchitekt Lukas von Hildebrand. Die umfangreiche Gemäldegalerie mit wertvollen Werken bekannter europäischer Maler ist unübertrefflich.

Ganz im Süden präsentiert der Ort Obernzenn im Zenntal zwei prächtige Schlösser derer von Seckendorff. Im Blauen Schloss mit seinem beeindruckendem Treppenaufgang, dem Spiegelsaal und der großen Gemäldegalerie finden jeden Sonntag ausgezeichnete Führungen statt.

Viele Städtchen im Steigerwald grüßen mittelalterlich. Gerolzhofen, Prichsenstadt- und allen voran Iphofen- prägen mit Stadtmauern, Türmen und Toren, verwinkelten Gassen und den von alten fränkischen Häusern umstandenen Marktplätzen, mit gotischen Kirchen den Begriff "altfränkisches Ortsbild". Das Rödelseer Tor in Iphofen, oft als schönstens mittelalterliches Stadttor hierzulande bezeichnet, ist das Symbol altdeutscher Stadtarchitektur.

Die reizvolle Lage der Stadt Eltmann im Maintal, wo hoch oben die Turmruine der Wallburg wie ein König thront, begrüßt der Besucher am nördlichen Eingang im Steigerwald. In dieser Region treffen wir auch auf die Naturparklandschaft rund um die Burg Lisberg bis zur mittelalterlichen Stadt Burgebrach sowie den "5-Sterne Gemeinden" Rauhenebrach, Oberaurach, Sand a. Main und Knetzgau.
In Gerolzhofen wehrte man sich gleich mit einem doppelten Mauerring und vielen Türmen. Das Alte Rathaus, die Johanniskapelle, den Zehnhof, den Hexenturm und das ehemalige Amtshaus lernt man am besten bei einer Stadtführung oder bei einer Rundfahrt mit der historischen Adlerlok kennen.

Auch die Städtchen Schlüsselfeld und Scheinfeld in der Mitte des Steigerwaldes bezaubern mit historischen Altstädten, Stadtmauren, Türmen und Stadttoren und laden zum Bummeln ein, ebenso das reizende Markt Neuhof a.d. Zenn ganz im Süden.

Die Kreis- und Einkaufsstadt Neustadt a.d. Aisch im Süden, ebenso im Südosten die historischen Städtchen Höchstadt a.d. Aisch und Herzogenaurach beweisen mit historischen Altstadtkern und mit dem Bollwerk mächtiger Stadttore und Stadtmauern mittelalterliche Bedeutung und laden zum Besuch ein.

Das Heilbad Bad Windsheim, ganz im Süden in der Nähe Rothenburg o.d.T. gelegen (18 Km Entfernung) ist der einzige Kurort des Steigerwaldes. Das Sole-Heilbad und zukünftige Thermalsoleheilbad beeindruckt mit einem großartigen Kurpark und einem neuen, modernen Tagungs- und Kongresszentrum.

Die einstige Freie Reichsstadt Bad Windsheim dokumentiert unübersehbar ihren hohen mittelalterlichen Rang mit dem barocken Rathaus, der Kilianskirche und ehrwürdigen Bürgerhäusern, darunter der Bauhof und der Ochsenhof, in dem das Stadtmuseum untergebracht ist. Im Fränkischen Freilandmuseum sind auf 40 ha und in über 70 Gebäuden gesamtfränkische Baukultur, Bauern- und Handwerkstradition zu bewundern. Das Museum lebt. Ständig finden Aktionen und Vorführungen statt.

Bei all diesen Schilderungen darf aber eine Stadt nicht vergessen werden. BAMBERG, die Bischofsstadt am Nordosttor zum Steigerwald, die Stadt, die aufgrund ihrer bedeutenden Bausubstanz und der 1000 jährigen Geschichte, komplett als Weltkulturerbe, eingestuft wurde. Hier finden wir in der Altstadt keinen Straßenzug, kein Gebäude, das nicht in seiner Besonderheit fasziniert. Unbeschreibbar prägt der Bamberger Dom mit seinen gesamten umliegenden historischen Gebäuden und Parks einen bleibenden Eindruck. Eine Stadt, die man nie vergisst!