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Vereine, Verbände und Organisationen in Eltmann

Eine Vielzahl unterschiedlicher Vereine, Verbände und Organisationen zeugen in und um Eltmann von einem vielfältigen und aktiven Vereinsleben.

Hier erhalten Sie >> Übersicht der Vereine und Verbände << in Eltmann.

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Gutes tun und darüber reden

Erfolgreiche Veranstaltung über moderne Medien- und Pressearbeit für Vereine und Verbände

„Seit Jahrtausenden erzählen sich Menschen Geschichten und sie prägen unser Sozialleben, stiften Nähe und bringen uns zum Lachen und Weinen.“ Wie dieses Storytelling funktioniert und wie man es gezielt in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen kann, erklärte Torsten Geiling, Journalist und Geschäftsführer einer Strategieberatung rund 40 ehrenamtlichen Funktionsträgern aus zahlreichen Eltmanner Vereinen und gaben ihnen wertvolle Tipps für ihre Arbeit.

„Gutes tun und darüber reden. Wie eine moderne Medien- und Pressearbeit für Vereine und Verbände gelingt“, lautete die Überschrift zu diesem Vortragsabend im Klenze-Saal, der von der Stadt Eltmann und der Hanns-Seidel-Stiftung ausgerichtet wurde. „Was wäre unsere Stadt ohne unsere Vereine. Vereine sind das Herz einer Gemeinde und erfüllen sie auch mit Leben. Die Vereine sind mir deswegen eine Herzensangelegenheit“, betonte 1. Bürgermeister Michael Ziegler bei seiner Begrüßung und unterstrich dies auch mit einer Umfrage, die für eine Wohnortsuche besondere Prioritäten aufzeigte. Nach der Frage nach Arbeits- und Ausbildungsplätzen käme schon die Frage nach den Vereinen an zweiter Stelle, weil man sich am Wohnort eingebunden fühlen wolle. Wie solle aber jemand etwas über die Vereine erfahren? Es werde nämlich immer schwieriger diese Werbung nach außen zu bringen.

Aus diesem Grund wolle man die Vereine schulen, betonte Sebastian Schilling von der Stadtverwaltung. Man habe mit dem Datenschutz begonnen, stelle nun die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Mittelpunkt und wolle in einer weiteren Veranstaltung auch noch über das Steuerrecht informieren.

Torsten Geiling zeigte dann in seinem Vortrag auf, was Vereinsvertreter tun könnten, um ihre Arbeit an der und für die Gesellschaft darzustellen. Das Aufzählen von Daten und Fakten reiche nicht aus, um die Aufmerksamkeit von Menschen zu gewinnen und sie von Inhalten zu überzeugen. „Dafür braucht es Geschichten. Sie sind das emotionale Verbindungsstück – auch zwischen Vereinsmitgliedern und der Öffentlichkeit. Wer Geschichten erzählt, kann Herzen gewinnen, das Denken verändern und Ziele erreichen. Das ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen.“

Früher seien das vor allem die Zeitungen gewesen, heut seien auch die sozialen Kanäle wichtig, um die Jüngeren zu erreichen. Noch im Jahre 2007 habe es Whatsapp, Instagram, Snapchat und anderes mehr nicht gegeben. Heute verbrächten die Deutschen im Schnitt 7 Stunden pro Tag mit Medien und der Medienkonsum sei natürlich eine Frage des Alters.

Auch müsse man sich fragen „auf welchem Kanal kann ich meine Kunden abholen?“ Die Auflage der Tageszeitungen sei von 27 Mio. (1991) auf 13,5 Mio. (2019) zurückgegangen, habe sich damit halbiert und das Alter des Lesers liege zwischen 65-70 Jahren. „Ich lese die Zeitung regelmäßig“, beantworteten bei den über 50-Jährigen 70% mit ja, während man bei den unter 40-jährigen nur noch auf 40-15% komme, zeigte der ehemalige Lokalchef des „Fränkischen Tages“ und zuletzt Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers auf.

Torsten Geiling machte anhand von zahlreichen Beispielen deutlich wie wichtig gute Bilder, spannende Geschichten und rechtzeitige Veröffentlichung von Beiträgen in den unterschiedlichen Medien sind. Nicht immer übermittle das Gruppenfoto eines Vereins die richtige Botschaft. Hier gelte es auch mal kreativ und mutig zu sein. „Überlegen sie sich, was sie selbst gerne für Fotos anschauen. Das Gartenzaun- oder Aufstellbild ist es wahrscheinlich nicht.“ Er streifte aber auch wichtige Bereiche wie den Datenschutz, rechtliche Vorgaben und gab einen Einblick, wie Journalisten arbeiten. Am Schluss standen zehn Tipps für eine gute Pressearbeit. Diese reichten von einem Thema, das spannend sei und sich für ein Storytelling eigne, kurzgefasst sei und auf den Punkt gebracht werde bis hin zu den W-Fragen „Wer, Wie, Wo, Wann, Was und Warum“.

Bildunterschrift: Auf großes Interesse stieß die Schulung für eine gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Vereine der Stadt Eltmann; hier mit (von links) Sebastian Schilling, Journalist Torsten Geiling, Rosi Hufnagl von der Hanns-Seidel-Stiftung und 1. Bürgermeister Michael Ziegler.

Foto und Bericht: Günther Geiling




Vortrag Datenschutz im Verein

Die Daten müssen sicher sein
Stadt Eltmann lud Vereine zum Informationsvortrag

"Machen Sie Ihren Verein bereit für die Datenschutz-Grundverordnung!" So lautete der Aufruf der Stadt Eltmann für ihre Vereine und Organisationen und stieß damit auf eine riesige Resonanz. Über 60 Vertreter von Vereinen, Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Ehrenamtler aus Eltmann und den Stadtteilen fanden sich im Klenze-Saal der Stadthalle ein und erhielten bei einem Vortrag wertvolle Informationen für ihre Vereinsarbeit.

Bürgermeister Michael Ziegler freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung und dankte allen Vertretern der Vereine. "Ohne euch alle gäbe es nicht so ein aktives Vereinsleben in und um Eltmann. Euer Ehrenamt ist Stütze unserer Gesellschaft und bereichert unsere Stadt kulturell, sportlich oder auch in sozialen Angelegenheiten enorm." Er ging auch auf die überbordende Bürokratie im Ehrenamt ein. Aus dem Grund wolle die Stadt Eltmann ihre Vereine und alle ehrenamtlich Tätigen bestmöglich in ihrer Arbeit unterstützen, versprach er.

Der Beauftragte der Stadt

In diesem Zusammenhang stellte Ziegler den Vereinsvertretern Sebastian Schilling als den neuen Datenschutzbeauftragten der Stadt Eltmann vor.

Der Informationswissenschaftler Roland Kaiser erklärte, die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) "betrifft eigentlich jeden. Als normaler Bürger haben Sie Rechte und als Verein mehr Rechte und Pflichten". Es habe riesige Ängste bei der Einführung gegeben, "aber Sie können beruhigt sein: Beim ersten Verstoß wird nicht gleich mit Strafen auf die Vereine zugegangen, sondern erst mit Beratung". Gefahren lauerten jedoch immer wieder durch Betrüger.

Hinweise zur Sicherheit

Als Verein müsse man zukünftig ein Verzeichnis führen; es gehe um Informationen auf Internetseiten und vor allem um Vorgänge, wie man seine Daten schützen sollte. Die Daten seien eben nicht im Aktendeckel, sondern im Internet und vielen anderen Diensten.

Geschützt seien auf jeden Fall personenbezogene Daten vom Namen, der Größe über den Gesundheitszustand bis hin zur IP-Adresse von Personen. Kinder seien besonders geschützt und erst ab 16 Jahren dürfe der Jugendliche selbst über seine Daten bestimmen. So müsse zwingend eine Einwilligungserklärung beim Eintritt eines Neumitgliedes in den Verein erfolgen oder auch ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erstellt werden. Auch die Internetseiten der Vereine müssen laut Kaiser neben dem Impressum eine Datenschutzerklärung beinhalten.

Bild und Bericht: Günther Geiling




Ansprechpartner

Sebastian Schilling
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